Sparkasse feiert Richtfest

Herborn (s). Lothar Theis machte nicht viele Worte. "Der Dachstuhl ist drauf, nun kann man sehen wie es werden soll", freute der Vorstandsvorsitzende Sparkasse Dillenburg und blickte in die Runde geladener Gäste. Wenig später machte er Platz für den Zimmermann hoch oben im Dachfirst und seinen Spruch zum Richtfest der neuen Herborner Sparkassen-Filiale.

Zimmermann Jens Nickel hatte auf dem Gerüst die oberste Etage erklommen und neben dem Richtbaum seine Platz eingenommen. Nach alter Tradition sprach er in Reimen und wünschte dem Bau alles Gute.

Sechs Monate nach dem Abriss des markanten Bank-Hochhauses an der Dill steht an seiner Stelle nun ein Rohbau mit zwei Giebeln. Das Gebäude, für das die Architekturbüros Freischlad aus Haiger, das dafür mit dem Planungsbüro Bredt in Darmstadt zusammenarbeitet, beim Wettbewerb den Zuschlag bekamen, soll eine Brücke zwischen der historischen Bebauung der Altstadt und dem Bahnhofsviertel bilden.

Der Komplex, der aus zwei Häusern besteht, soll große Transparenz zeigen. Viel Glas soll helfen, einen offenen Charakter der neuen Sparkasse in Herborn nach außen zu demonstrieren - so der Gedanke der Planer.

Der Bau entsteht auf der alten Wanne im Erdreich aus den 60er Jahren, in der sich der Keller befindet. Sie ist quasi die Basis des Hauses. Auf sie bauen die beiden Architektur- und Planungsbüros. Denn: "Die Wanne war bei Hochwasser immer dicht." Deshalb wird der Neubau auf das alte Fundament gesetzt.

Im Keller soll die Tiefgarage für die Autos der Mitarbeiter entstehen. Außerdem wird dort der Kundentresor untergebracht.

Der neue Komplex wird acht Meter niedriger als das alte Hochhaus

Außen können dann die Kunden direkt am Gebäude parken. 20 Stellplätze stehen zur Verfügung, wenn alles fertig ist.

Das Bankhaus selbst ist fast 17 Meter hoch und damit acht Meter niedriger als das bisherige Hochhaus. Die Grundfläche beträgt 400 Quadratmeter. Insgesamt sind auf allen Etagen 3100 Quadratmeter für die Geldgeschäfte vorgesehen.

Im Erdgeschoss finden sich die Automaten, der Service- und Beratungsbereich. Ein Stockwerk Höhe zieht das Immobiliencenter ein. Das zweite Geschoss ist für Veranstaltungen und als Personalbereich vorgesehen. Ganz oben unter dem Dach wird die Technik untergebracht.

Rund sechs Millionen Euro lässt sich die Sparkasse Dillenburg das Bankgebäude in Herborn kosten. Voraussichtlich im Herbst 2014 werden die 32 Mitarbeiter, die derzeit in Containern in der Kaiserstraße den Sparkassen-Kunden zur Verfügung stehen, in ihr neues Domizil einziehen.

 

Quelle: mittelhessen.de