Spatenstich für die „neue Heimat“

Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Haiger soll im Frühjahr 2015 fertig sein

Haiger (uju). Spatenstich in der Hüttenstraße:

Gemeinsam gaben am Montagabend Bürgermeister Dr. Gerhard Zoubek (SPD), Verantwortliche des Magistrats, der Stadtverwaltung und der Stadtwerke sowie am Bau Beteiligte den Startschuss für den Neubau der Stadtwerke-Verwaltung.

Lange hat es gedauert, bis das 1,2 Millionen-Projekt in Angriff genommen werden konnte. Viel war in den verantwortlichen städtischen Gremien darüber diskutiert worden, ob ein Neubau oder eher die Ertüchtigung des alten Gebäudes sinnvoll sei. Letztlich wurde klar, dass der Altbau – unter anderem aus Gründen des Brandschutzes – nicht mehr als Stadtwerke-Zentrale dienen kann.

„Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich der Bürgermeister, als bei schönstem Wetter offiziell der Bau in Angriff genommen wurde. Es werde ein zweckmäßiges Gebäude für die Kunden und die guten Mitarbeiter entstehen, sagte er und lobte die Stadtwerke als „klein und fein, aber auch schlagkräftig und ertragreich“.

Der technische Leiter Heinz Bartels wies auf die besonders ausgeklügelte Haustechnik hin, die unter anderem das Gebäude zu 100 Prozent mit „eigenem Strom“ versorgen wird. Brennstoffzelle, Blockheizkraftwerk und ein Plattenwärmetauscher sorgten für die Stromerzeugung und zudem für gute Luft. Als Ergänzung könne im Winter eine Brennwerttherme genutzt werden, sagte er.

Wolfgang Kell, vom Architekturbüro „Kell + Kruse“, teilte mit, dassaußerdem Treppenhaus im Gebäude keine tragende Wand vorgesehen ist. „So bleiben wir flexibel.“ Das Fundament sei ausreichend tragfähig, um bei Bedarf eine Etage aufzustocken.

Die Elemente des Tonnendachs müssten in diesem Falle abgenommen und nach Bau der Etage wieder aufgelegt werden. „Hier entsteht ein kleines, knuffiges Gebäude, das zu Haiger passt“, sagte der Architekt.

Das alte Stadtwerke-Gebäude wird zukünftig als städtisches Archiv genutzt.

Auf dem Areal des Neubaus wird demnächst noch ein Salzlager abgerissen, das andernorts wieder aufgestellt werden soll.

Das neue Gebäude wartet mit einer Fläche von insgesamt 800 m² auf zwei Stockwerken auf. Der barrierefreie ebenerdige Bereich für die Kunden ist über den Eingang an der Ecke Hüttenstraße/Betriebshof erreichbar.

„Die kurzen Wege sind für die Kunden sehr angenehm“, versprach Bartels. Der Rohbau werde im August fertiggestellt. Wie lange es dauere, bis die aufwendige Haustechnik installiert sei, stehe noch nicht fest. „Wir sind gerade bei der Planung“, sagte er. Im Frühjahr 2015 werde das neue Gebäude bezugsfertig sein.